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Lakritze zum Frühstück

“Schnell, hol die Kamera!“… “Oh, lass uns dazu ein Video machen.”…”Haha, das ist was für den Blog.”… Ihr seht - Wir denken ständig nur an euch :D Immer, immer doller haben wir uns gewünscht endlich Zeit und Raum zum Blog schreiben zu bekommen. Zeit, Raum und noch vieles mehr ist uns zu dieser edlen Stunde also gegeben. So wollen wir sie weise nutzen, los geht’s ;)

Der Montpellier’sche Himmel scheint ein bisschen traurig zu sein, dass wir weiterziehen, sodass wir, in unsere knallorangenen Regencapes eingewickelt, noch ein bisschen schwitzen dürfen. Endlich wieder Pampa, herrlich!

Auch die Fauna lässt sich nicht lumpen und zeigt sich uns in Form eines neuen Passagiers. Diese junge Dame (verzeih uns, falls du doch ein Herr bist) hatte so höflich die Hände gefaltet, dass wir sie gern ein Stück mitgenommen haben.

Und auch später müssen wir feststellen, dass Ortlieb keine Fahrradtaschen sondern Insektenbusse herstellt. Besonders freuen sich schwangere Spinnen über die Falten der Backroller. Aber auch Schnecken jeglicher Form würden offenbar ihre Häuser verpfänden um mit dem Globetrawter D-Zug zu reisen. Wie sagt man doch so schön: “Jedem Tierchen sein Pläsierchen..”

Wenn schon die Tiere also Reisen planen, dann können wir auch Baum spielen :) Hier gelang es unserer Kamera uns heimlich dabei zu fotografieren. Das macht sie gerne, dieses freche Ding.

Wir nehmen ja immer nur so standardmäßige Bilder von Lannnndschaften oder Bäääuuumen auf. Pff ;) Da stehen wir zu. Diesmal haben wir unsere morgendliche Aussicht aus dem Zelt und im Laufe des Blogs noch weiteres Neid-Futter im Angebot.

Aber keine Sorge, das Lachen ist uns noch vergangen.

Vielleicht weil das Leben eben ein auf und ab ist, oder vielleicht, weil der Blog-Gott dachte, dass es spannend bleiben muss. ;D

Schon zu Beginn unserer Reise war die Reisegeschwindigkeit ein riesen Thema. Jedoch nicht im Sinne der strampelnden Beinchen, sondern im Bezug auf die Wahl des Reisemittels “Fahrrad”.

Wir haben uns demnach schon seit der ersten Sekunde gefreut ohne Jetlag zu reisen, die Umgebung zu sehen, große Straßen meiden zu können , unabhängig zu sein und vor allem, sich langsam an jede Umgebung gewöhnen zu können. An Wetter, Wasser, Mentalitäten und Natur.

Wie herrlich sich die Natur in Frankreich von Meter zu Meter verändert. Je südlicher wir kommen, desto mehr Palmen strecken sich in unser Blickfeld, desto weniger Laubbäume und mehr Kakteen bestimmen das Bild und Berge und Boden werden felsiger. Üppiges Grün lässt sich noch nicht vermissen. Dafür zieht sich die wunderschöne Strandlandschaft links neben uns entlang. Gegenwind ist nur scheiße, wenn er nicht die Meeresbriese ist ;)

Auch als Rohköstler bleibt es uns nicht verwehrt mediterran zu speisen, denn die Oliven werden reif!

www.youtube-nocookie.com/embed/JhZ1WAdcpmg

Und getrocknete Tomaten werden uns überall angeboten. Am Straßenrand wächst Fenchel, von dem wir im Vorbeifahren ein paar Blüten abzupfen um darauf herumzukauen. Das ist auch nicht das Einzige, was wir uns neuerdings ständig in den Mund stecken. Wir dachten uns, unser Leben ist noch nicht geil genug, lass uns ab jetzt Lakritze zum Frühstück speisen. Und so sieht das dann aus:

Wieder was gelernt, oder den Kopf geschüttelt, dass wir das noch nicht wussten? hehe. Lakritze ist also Süßholz, naja, wenn wir ehrlich sind, hat man das auch schonmal irgendwo und irgendwie gehört, aber es nun so zu erleben Prägt sich viel schmackhafter ein. Lakritze ist ja schon eher Geschmacksache, aber diese kleinen Stöckchen sind so zuckersüß und dabei antikariös. Diese Kombi schmeckt bestimmt jedem ;D

Es ereilen uns noch hier und da ein paar Regentage von denen wir einen sogar komplett im Zelt verbringen.

Es gewittert und wir verkriechen uns in unserem Nest zum Lesen und Gehirnwindungen wund philosophieren. Ganz in unserem Element. Ein Auszug aus solchen Denkorgien sieht dann zum Beispiel so aus: “Zu Negativität und Fluchen bleibt nur zu sagen, dass aus “schade” und “scheiße” schnell mal “Scheide” wird. Wenn man dieser Peinlichkeit aus dem Weg gehen will, lässt man das lieber mit dem Fluchen ;)

Die weitere Küstenfahrt ist von unfassbar schönen Landschaften geprägt. An was für herrlichen Orten man speisen kann…

Mittlerweile sehen wir die Pyrenäen und man hat das Gefühl nach Spanien herüber rufen zu können. Ein Gewaltiger Anblick, der die Seele vor Reisefreude erklingen lässt.

Kurz vor der Grenze treffen wir auf einen weiteren rohköstlichen Menschen, der uns Biomangos und Reisetipps für spanische Ökodörfer schenkt. Unsere Bekanntschaften haben stets ein Hauch von Fügung, teils so schaurig-schön, dass wir uns kneifen müssen, um zu schauen, ob das alles echt ist.

Uns vergeht das Lachen Teil eins:
Schon längst wäre nach unseren Maßstäben ein Couchsurf angesagt. Das Wetter ist zwar schön, wir finden gute Zeltplätze und können an den Stränden duschen, aber zwei Dinge machen uns zu schaffen. Es dürstet uns nach Blogschreiben und es dürstet uns ebenfalls nach geladenen Akkus. Stirnlampen, Kamera und GPS geben langsam den Geist auf und weder unser E-Werk (Strom vom Strampeln) noch der mini Sonnenkollektor können etwas dagegen unternehmen. Can verbringt die Nächte damit sich den Kopf darüber zu zerbrechen, wie er die Räder als Windräder umfunktionieren kann. Und unser Drehbuch, äh Leben, hält für den guten Can gleich drei Productdesigner in kürzester Zeit bereit, die sich evt. dieser Idee widmen. Bringt uns zwar jetzt noch nichts, aber witzig ist es doch schon, oder?

So, jetzt muss ja wieder was positives kommen.

Mit Reimen woll’n wirs nun beenden
schwingen wieder aufs Fahrrad uns’re Lenden

Machts gut, im nächsten Artikel wird’s gleich weiter gehen
Wir schreiben darin über die Pyrenäen.

Über Hunger und Durst, über Völlerei
So schaut gleich wieder rein und seid dabei

Alles Liebe
Can & Sascha

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