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GaiAma - Wir sind Wald

Regenwald Staub auf meiner Haut

Als Podcast:Hier lese ich den Artikel vor:

Im Regenwald, regnet es nicht nur Wasser, sondern auch Blüten, Blätter, manchmal Affenkacke ^^ und einen besonderen Regenwaldstaub. Ein Mix aus Moosen, kleinsten zersetzten Blättern, Blütenstäuben, Erde und vielem mehr. Es ist ein bräunlicher Staub, der auf den Blättern liegt und durch die Luft strömt. Er riecht nach würzigem Tee, er riecht dunkelgrün, er riecht kühl und herb, ein bisschen „nass“ und ist unverwechselbar.

Wenn ich die Machete schwinge, um meinen Weg freizuschlagen, und die Sonne von vorn durch eine Lichtung scheint, bleibt die Zeit fast stehen. Ich höre das helle Klingengeräusch der Machete nachhallen, wie in einer Kirche und ich sehe wie in Zeitlupe, das geschnittene Blatt vor mir fallen. Denn wenn die Blätter sehr Groß sind, sinken sie tatsächlich sehr langsam vor mir nieder, wie ein kleiner Fallschirm. Aber der Regenwald Staub auf ihm zieht seine Spur durch die Luft und wirbelt auf. Ich sehe seine hellbraune Farbe durch das Gegenlicht aufleuchten und atme ein. der Staub nieselt auf mich nieder und bleibt in meinen feinen Schweisperlchen auf den Armen kleben. Ich fühle mich gesegnet und stapfe weiter.

Und fast immer sind die kleinen und großen Fallschirmblätter ramponiert.

Wie findest du das Bild der langen Blume? Findest du die Pflanze schön? Obwohl die Blätter total von Insekten zerbissen sind? :) Ich finde sie auch wunderschön! Sie gedeiht und blüht und ist gesund.

Urwald sieht immer so aus.. Alle Blätter sind angeknabbert. Der ständige Kreislauf von Leben und Zerfall zieht eilig seine Kreise. Und es ist so hübsch, ich liebe die kleinen Knabberstellen der Insekten. Ich wünsche mir, dass auch andere Menschen sich keine Sorgen machen, wenn eine Pflanze von Inekten angemampft wird. Das kann so ausgehen, dass die Insekten sie beknabbern, ein natürlicher Feind dann die Insekten futtert oder sie schon schnell satt sind. Oder sie essen alles auf.
Und dann?
Naja, dann kann man lernen. Es ist sehr wahrscheinlich - Der Wald / oder der Garten wollte die Pflanze / den jungen Baum / o.ä. dort nicht haben. Und das meine ich jetzt nicht im übersinnlichen Sinne sondern ganz verstehbar. Der Baum zieht eventuell an einer Stelle Wasser, an der es für mehrere andere Pflanzen ungünstig wird, er gibt oder nimmt eventuell Mineralien, die den anderen Pflanzen dann fehlen oder dem Bodengleichgewicht schaden oder vielleicht waren die Gegebenheiten für ihn wiederum so suboptimal, dass er keine Abwehr gegen die Insekten mehr aufbringen konnte. In jedem Fall, ist es nicht schlimm, dass er weg ist.. Es wird seinen Grund haben. Diese Pflanze dann mit ach oder am schlimmsten noch mit Chemikalien durchbekommen zu wollen ist verlorene Liebesmüh und eventuell sogar kontraproduktiv.

Ganz besonders spannend ist es zu beobachten, wie es zum Einen überhaupt nicht schlimm oder hässlich ist, wenn Blätter angeknabbert sind. Man gewöhnt sich schnell an den Look. Und dann ist es Wildness-Chic. Und zum anderes gefällt es mir besonders zu sehen wie stark und mutig die Pflanzen sind. Wenn riesen Grashüpfer sie bis auf die Stengel niederfressen beginnen sie erneut zu wachsen. Sie lassen sich nicht unterkriegen. Als wieder Zwei Blätter das Sonnenlicht aufnehemen kommen hungrige, gigantische Raupen, um zu Schmetterlingen zu werden. Die Pflanze, wieder bis zum Stängel heruntergekaut… Mit jedem mal entwickelt sie mehr Kraft und Stoffe, die den Insekten nicht schmecken. Sie hatte sie, wohl des Kreislaufs wegen genährt, weiß sich jetzt aber langsam zu schützen… Sie wächst WIEDER nach, schafft es bis zur Blüte und es kommen wieder Grashüpfer. Die Blätter werden gekostet… Aber verschmäht.
Sieg!
Sie blüht, die Samen fallen und ein paar Wochen später kommen aus dem Lehm neue Stängelchen, die darauf warten angefressen zu werden.

Beauty is everywhere.

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