Zu Inhalt springenZu Navigation springen

GaiAma - Wir sind Wald

Wie wir Vorsitzende einer Naturschutzorganisation wurden

Hallo liebe Liebenden <3
Ich konnte letztes Jahr feiern 30 mal um die Sonne geflogen zu sein und habe mir gedacht- So komm, Sascha, jetzt mach mal was amtliches Geiles. Wir sind nun CEO und CFO einer Naturschutzorganisation - Unserer Eigenen ;D Und lasst euch sagen, das war PAPIERKRIEG!!! Haha. Oh man… *schwiiiitz….

So platt sehen frisch gedörrte (nicht gebackene) Vorsitzende nach dem Gründungsjahr erstmal aus.

Und das Ganze hat sich folgendermaßen ereignet

Wir haben ja die Prinzipien der Permakultur mit Löffeln gefressen und wenden sie auch gut und gerne auf alle anderen Lebensbereiche an. In diesem Fall ist es das Prinzip von Energie und Zeit effizient aufteilen in 80% Planung und dann mit Schmackes umsetzen. Ja, richtig gelesen, so ist das in der Permakultur und das zahlt sich DICKE aus. Man sitzt erstmal nen Jahr auf seinem Land und BEOBACHTET (Sonnenstand, Regenfälle, Schatten uvm übers Jahr) , dann PLANT man ausgiebig und dann erst schreitet man zur Tat.

Frühling 2015 - Wir also ein Jahr lang in Perú „beobachtet“ - Jeden Monat ein neues Projekt oder eine neue Region besucht. Viel Reisen, viel Berg gestiegen, verstanden und gelernt und mega viel Muskelkater gemastert.

Bergsteigen, Apus erklimmen, seine Kniescheiben beim Abstieg Hass-Lieder an dich singen hören und endlich realisieren, dass diese ziemlich hohen Berge zwar echt scharf aussehen, aber irgendwie echt nicht so unser Gusto zum Niederlassen sind.

Fahren, Fahren und nochmal Fahren

Perú ist nen dicker Brocken Land. Halb so groß wie Europa oder so. Ich mein… es geht größer… aber es ist trotzdem viel Horizont. Ich kenne Perú mittlerweile besser als Berlin und als Deutschland allemal… Ihr wisst ja… Berliner haben es oft nicht so mit dem Rest von Deutschland xD Immerhin kann man schöne Fotos machen während man sich hoffnungsvoll von Tal zu Berg zu Tal manövriert.

Auch als Scout mit dem ständigen Gefühl, für so viele liebe Seelen (ja, ich mein EUCH! :D Viele von euch <3) mitzusuchen und unbedingt was Gutes und Anständiges zu finden, gibt es Zeit für Alltag, Freundschaften und Perú genießen. Was wir über die Menschen dieses Landes und die Kultur gelernt haben, war so wichtig um Entscheidungen zu treffen und ich bin eigentlich auch heilfroh, dass ich nicht mehr grün hinter den Ohren bin, was diesen Flecken Erde anbelangt. Wir haben Perú also von innen nach Außen gestülpt, auf Herz und Nieren geprüft um zu ermitteln, ob das Zukunft hat, hier eine Selbstversorger Nachbarschaft zu machen.

Im Übrigen hat uns Perú ganz genau so zurückgetestet ;P Haha

Wie dünn kann die Luft zum Atmen beim Bergsteigen sein? Wie weit kannst du in den tiefen Dschungel verschwinden und auch wieder zurückfinden, wie kalt kannst du dein Obst in Cusco City essen um wichtigen Papierkram zu erledigen, wie viele Mückenstiche passen auf eine Wade und wie Stark kannst du mit dem Holzpaddel gegen den sich füllenden Tiefland-Dschungel Fluss durchziehen ohne eigentlich in die falsche Richtung zu strömen, wenn der Motor ausgefallen ist? Uuund EINS, uuund ZWEI….Da geht die Pumpe.

Zweites Jahr - Planung

Stifte und Fingerkuppen zücken, den Geduldsfaden dicker weben und sich Hals über Kopf in die peruanische Bürokratie stürzen. Migrationen und letztlich eine eigene Organisation gründen. Da gibt‘s dann so ein Aktenbuch, das man als Organisation haben muss… und jede Seite wird vom Notar durchgestempelt… kostet natürlich… und was ist…? Du musst jede Akte trotzdem ausdrucken, kleiner schneiden und dann AUF DIE SEITE im Buch kleben!!!! Das haben wir erst gar nicht glauben wollen XD Naja… wir natürlich Klebstoff Boykott angemeldet und das Ganze mit Aloe Vera Schleim verklebt :D Leider ist das braun geworden, bis vorne durch. Das mussten wir ändern, SCHNIEF!! Wir haben bisher 4 Leute und eine Organisation durch ihren Papierwahnsinn begleitet und haben dabei unglaublich viel Erfahrung gesammelt.

Hier wurde für euch spioniert, gibt‘s denn sowas :D

Drittes Jahr - Wo werden wir alle leben und unsere Gärten pflanzen?

Es fühlt sich an als hätten wir echt alles gesehen (ist natürlich Unsinn, aber ihr wisst was ich meine ^^) Von Deutschland und Südeuropa über Mittelamerika bis nach Perú, Can kennt Australien und ich Thailand… Wir HABEN viel gesehen. Unsere Schlafplätze waren sandverweht, schimmelfeucht, laut, pieksig, steil, kalt, einfach komisch, gefährlich, verschmutzt, schön aber hmm, am Popo der Welt und vieles mehr. Wir WISSEN, was wir brauchen, was machbar ist, was dämlich ist, was gut aussieht aber eine doofe Idee ist, welche Höhe, welche Winde, welches politische Klima, welche Menschen wir in unserem Leben brauchen um unsere Idee von Naturschutz und Lebensmodell umsetzen zu können. Also -

Das dritte Jahr neigt sich dem Ende… was ist denn nun?? Noch ein biiisschen weiterbesichtigen… Es kneift noch im Herz… da kommt noch was! … Jaaa? … Wärmer… Komm Leben, da geht noch was… Uuuund

JACKPOT Den korrekten Flecken Erde gefunden und unsere süßen Ärsche drauf gepflanzt… Jetzt bitte nicht die Fassung verlieren und vor-Freude-schielend den Koffer packen :D

Konkretes Update für alle die sich fragen „wie weit seid ihr denn mit dem Nachbarschaftsprojekt?“

-Meine Frau Mutti hat hier den ersten Flecken Erde erworben. Dort planen wir eine Ankomm Hütte, dessen Bau sich voraussichtlich im Herbst oder Frühjahr nächsten Jahres planen lässt. Bisher leben wir bei Freunden nahe dem Land, zwischen Kleinstadt mit Markt und dem wilden Land und pendeln zwischen Dschungelarbeit und Stadtarbeit.

Dschungelarbeit, wie sieht das aus?

  • Wege tracken
  • Viel Macheten Arbeit
  • Wassequellen finden
  • Höhenlevel markieren
  • kartografieren
  • Wasserlevel in der Regenzeit checken
  • gesichtete Tiere listen
  • Pflanzen mit den Einheimischen kennenlernen und in die Sammlungen packen
  • Blasen laufen
  • im Platzregen den Weg nach Hause finden und sich unfassbar lebendig fühlen.

„Stadtarbeit“, das ist

  • viel Web-Arbeit
  • und Bürokratie für die Organisation
  • Meetings mit Verbunds Mitgliedern der peruanischen Gemeinschaften hier vor Ort
  • Werkzeuge und andere Dinge organisieren und warten
  • Migrationspapiere für Mitglieder vorantreiben
  • Sieben Stunden Fahrten in die größeren Städte um Anwälte zu treffen und Zahlungen zu unternehmen
  • Networking
  • und Nahrungsversorgung (Einkäufe)

Als Organisation haben wir mit eurer krassen Hilfe und Unterstützung unseres ersten Crowdfundings schon so viel erreicht und wir sparen weiterhin mit sich immer steigernder Aufregung auf eine Gruppe von Grundstücken, die sich durch ihre Wasserverläufe außerordentlich gut für die Nachbarschaft plus Naturschutz der neuen superlative eignen. Wir haben immer noch viel Papierarbeit, damit wir das Projekt auch stabilisieren können und es nachhaltig etwas wird. Wenn wir nämlich eins gelernt haben in unseren fünf Jahren Austeiger Erfahrung, dann, dass gute Planung und Geduld ALLES ist.

Allerdings wissen wir, dass viele von euch es kaum erwarten können und wir fühlen uns geehrt, dass ihr uns begleitet und mit uns seid. Es fühlt sich abgefahren an, anfängliche Visionen und Träume über sich selbst hinauswachsen und in die Realität kommen zu sehen. Und wie krass es erst sein wird, noch mehr von euch in die Arme zu nehmen und dann das Ankomm Hüttchen zu zeigen. Das geht dann so „Und hier, in diesem unberührten Amazonas Bach, kannst du dich baden“… ;D Ich hab schon damals an Weihnachten am liebsten gemocht, wenn ich endlich die Geschenke an Tante Hanni, Oma und Mama geben konnte, um ihre Augen leuchten zu sehen ^^

Und für alle, die immer so lieb auf Neuigkeiten von uns warten.. Wir fallen auf die Knie.. VIELEN Dank für eure Geduld. Es ist manchmal nicht so einfach alles unter einen Hut zu bekommen, wenn turbulente Zeiten einer Gründung anstehen. Gerade können wir wieder freier Atmen und versorgen euch mit News und Updates aus unserem Leben <3 Tausend Dank an all unsere Leser, dass ihr immer wieder mit einsteigt, wenn wir wieder mal anrauschen und euch auf die Reise durch unser Leben mitnehmen! Ihr seid die geilsten <3

Natürlich muss das neue Organisationsbaby auch eine Internet Präsenz haben und schluckt dabei gleich unseren bisherigen Blog HappyGaia . Mein Can ist nämlich neben Regenwaldretter auch Neo von Matrix und programmiert das alles von Grund auf, sodass es dann so aussieht wie auf meinen Skizzen <3 Danke Süßer. Keine Sorge, das leitet einfach automatisch weiter und ihr müsst in dem Sinne gar nichts anders machen als vorher. Ihr seid ja hier schon drauf auf der neuen Seite. Fetter Banner, wa? Schaut euch um, beschnuppert GaiAma und lernt uns und unser Leben noch einmal richtig kennen. Hier auf GaiAma.org erzählen wir euch, wie wir unsere Naturschutz Programme gestalten. Wenn ihr Fragen zu unserer Organisation habt, immer her damit <3

Alles Liebe aus dem sanften Dschungel <3 Und bis zum nächsten Mal in hoffentlich immer kürzeren Abständen. Wir haben nämlich das Unmögliche möglich machen lassen - Haben Internet am Popo der Welt :D (mit Kabel an die Lappies verteilt versteht sich)

Dicken Knuddel! Can, Sascha und alle von GaiAma <3

Teile diesen Artikel

Gefällt dir was wir machen und wir sollen das auch bitte weitermachen?

Sau gern!
Wir freuen uns, wenn auch du Lust hast uns mit einer Spende zu unterstützen.
Danke dir! Es ist ein schönes Gefühl zu erfahren, dass es Rückenwind von unseren Lesern gibt <3
So kannst du spenden:
Noch mehr Infos gibts hier: Du & GaiAma

Bitcoin
Bitcoin Cash
Ethereum
Litecoin
Dash

You might also like

Alle
GaiAma auf
  • Instagram
  • Facebook
  • YouTube
  • GitHub
  • Steemit

Asociación GaiAma

2017 in Perú gegründet
hellogaiama@gmail.com

Mit viel programmiert & gestaltet
von Can & Sascha

GatsbyJS LogoNetlify LogoDigitalOcean Logo
ImpressumDatenschutzerklärung
Copyright ©2017-2019GaiAma.org