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Zwei Schöpfer (und ein Nilpferd) im Wunderland

“Oh, je”, denken wir uns. “Das ist ja so gar nicht ökologisch und geldfrei ist es auch nicht.”

Der Heidepark Soltau erwartet uns :D

Alles ist für etwas gut, alles hat Sinn und Zweck. Das sollen wir auch erneut erfahren. Denn durch unsere Route Richtung Heidepark sind wir wahrlich im Wunderland gelandet.

Wir starten in Sieben Linden und wollen es bis nach Uelzen schaffen. Das Einzige was wir dazu zu berichten haben sind oberschenkelbrechende Gegenwinde, die sich an unserer Packtaschen-Angriffsfläche verlustieren… Was für ein Kampf.

Immerhin konnten wir unsere tollen Regenponchos testen. Bestanden.

Wir nutzen nun weniger Navi, fahren mehr nach Schildern und fragen Anwohner. Wegen den starken Gegenwinden und der sandigen Bodenbeschaffenheit auf Waldwegen bleiben wir diesmal auf den Autorouten und asphaltierten Straßen. Ein 90 km Tag stellt sich als Überraschungsei heraus. Wir sind ohne Essen und ohne Schlafplatz am frühen Abend im verregneten Uelzen. Ein paar Minuten später haben wir aus heiterem Himmel sehr viel frische Früchte, Gemüse und ein Dach überm Kopf. Edeka und der Bioladen Uelzen sei Dank!

Beide Filialleiter finden unser Vorhaben klasse und sponsern uns Bananen, Mangos, Radieschen, Gurke, Salat, Äpfel, Avocado und mehr. Im Hundertwasser Bahnhof haben wir es uns dann schmecken lassen.. Auch wenn die Stadt das mit dem Hundertwasser ziemlich ernst genommen hat und wir so nass aber glücklich zwischen den bunten Pfeilern speisen.

Auf einem Parkplatz fallen jemandem unsere bepackten Pferde auf. Ein begeistertes Fahrradtour-Liebhaber-Gespräch kommt zustande, das mit einer Einladung ins Gästezimmer endet. Wir schlafen fluffig und warm im Haus von Joern und Rita, zwei wundervollen Menschen, die sich ebenfalls gerne aufs Tandem schwingen um die Welt zu sehen. Ihr seit Spitze, und wir fahren mit offenen Augen und Herzen auch für euch weiter ♡

Im Fahrradschuppen von Joern finden wir das richtige Werkzeug um unsere Front Ständer zu reparieren.

Diese lassen sich immer schlechter (bis gar nicht mehr) aus- und einklappen. (zum Video) Nach einigem Gefeile und etwas WD 40 läuft die Sache wieder Rund und wir machen uns auf zu unserem geplanten vegan couchsurf Paten Andrej.

Ein neues Kapitel der Reise.

Es scheint unfassbar schwer diese Tage in Worte zu fassen.

Allem Erlebten gerecht zu werden und euch dabei einen authentischen Eindruck unserer vergangenen Tage zu machen, macht demütig vor der Kunst des Schreibens. Wir wollen es versuchen:

Wir treffen also auf Andrej, der uns über “vegan couchsurfing” sein Heim als Schlafplatz anbietet, damit wir unsere Packtaschen bei ihm lassen können um so unbeladen in den Heidepark zu stürmen.

Es fühlt sich an als hätten wir mit diesem Burschen schonmal gelebt. Irgendwo, irgendwann.

Und auch die folgenden Ereignisse haben keine geringere Beschreibung als “magisch” verdient.

Seit einer wundervollen Woche birgt jeder Tag neue Erkenntnisse. Ob sie nun gärtnerischer, politischer, spiritueller oder sogar humorvoller Natur sind. Wir machen den Heidepark unsicher, sammeln frische Kräuter vom wunderwilden Hektar von Andrejs Kumpel Thomas, jonglieren, machen Akrobatik, schlafen aus, zaubern köstliche Rohkost Essen, musizieren und lernen von uns.

Andrej besteht darauf, dass erwähnt wird, wie sehr er uns “unbekannter weise” herbeigewünscht hat, denn er möchte sich der Rohkost noch weiter nähern und ebenfalls mit dem Fahrrad eine Weltreise starten. So haben wir uns gegenseitig Löcher in den Bauch gefragt. Er übers Packtaschen packen und rohköstlich leben und wir über die Erfahrung im Anbau vom eigenen Essen. Die Löcher haben wir dann mit Köstlichkeiten aus dem Veganz gefüllt. Ja genau, denn am Wochenende sind wir mit Thomas, Kamil und Andrej nach Hamburg zur Eröffnung des neuen Veganz gebraust, um Jan Bredack zu einem weiteren Schritt in eine friedliche Welt zu gratulieren. Im Allgemeinen fühlen wir uns hier zwischen Andrej und Thomas sehr wohl und willkommen. Was für eine wunderbare Zeit. Wir fahren Fahrrad durch die angrenzenden Wälder, laufen durch Amazonas anmutende Pfade und baden an den nahe gelegenen Seen.

Seit einer Woche trinken wir nun Quellwasser, dass ganz nach alter Kultur belebt wurde. Drei Stunden Sonne und drei Stunden Schatten in einem Tongefäß. Nachdem wir uns dadurch ordentlich entgiftet hatten fühlen wir uns, als könnten wir Laternen ausreißen. Hiermit ein großes Lob an dieses Fleckchen Erde, seine Quellen und seine Menschen.

Jetzt wird weiter jongliert und getanzt. Wir feiern das Leben, denn alles ist Liebe,

Can & Sascha

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